2019-01-06 Hallenkreismeisterschaften der Damen

Mit gemischten Gefühlen reisten die Mädels am frühen Sonntagmorgen nach Neukirchen-Vluyn um an den diesjährigen Meisterschaften teilzunehmen. Durch den Rückzug der Rheinberger Damenmannschaft wechselte man wenige Tage vor Turnierbeginn von Gruppe A rüber in Gruppe B, in der mit dem GSV Moers, dem TV Asberg und dem OSC Rheinhausen allesamt höherklassige Gegner warteten. Einzige Ausnahme war der Ligakonkurrent TV Kapellen. Das Motto des Tages lautete also „gucken was geht und Hauptsache es verletzt sich keiner“. 

Um viertel vor zehn war es dann soweit. Es folgte das erste Gruppenspiel gegen den OSC Rheinhausen. Noch nicht wirklich auf dem Turnier angekommen schenkte der OSC dem TuS in den ersten Minuten bereits drei Tore ein.  In der verbleibenden Zeit konnte man zwar gut dagegenhalten, aber für nennenswerte Offensivaktionen reichte es nicht. Endstand der Partie nach 15 Minuten 4:0 für den OSC.

In der folgenden Partie trafen die Mädels auf den Gruppenfavoriten GSV Moers. Dieser reiste mit seiner Zweitvertretung an, welche im Ligaspielbetrieb in der Landesliga kickt. Überraschend hatte der GSV sein erstes Spiel gegen den Bezirksligisten TV Asberg verloren. Somit war klar: alles andere als ein Sieg wäre für den GSV nicht akzeptabel. Im ungleichen Duell gaben die Borther Spielerinnen alles, versuchten dran zu bleiben und mitzuspielen. Die Offensivaktionen des TuS blieben leider erfolglos, Fehler nutze der GSV gnadenlos aus und gewann die Partie letztlich ebenfalls mit 4:0.

Nach einer längeren Pause wartete der TV Kapellen als dritter Gruppengegner, den man im aktuellen Ligaspielbetrieb in der Kreisliga A bereits zweimal geschlagen hatte. Die Bortherinnen bis dato mit null Toren auf dem eigenen Konto wollten jetzt zumindest das Runde ins Eckige bringen. Man spielte entschlossen auf, jagte den verloren gegangenen Bällen nach und ergriff immer wieder die Offensive. Nicht selten endeten die Aktionen mit einem Torabschluss. Aber das Pech schien an den Füßen der Stürmerinnen zu haften. Man schaffte es nicht die Kapellner Torhüterin zu überwinden und wenn doch, dann rettete das Aluminium den Gegner vor dem Rückstand. Und wer bekanntlich die Tore vorne nicht macht kassiert irgendwann hinten – so auch an diesem Tag. Endstand 2:0 für den TV Kapellen.

Das letzte Gruppenspiel am Nachmittag lautete TV Asberg gegen TuS Borth. In Gruppe A stand der SV Budberg als Gruppensieger bereits fest. In Gruppe B waren der GSV Moers sowie der TV Asberg punktgleich vorn. Durch die Tordifferenz lag der GSV (+6 Tore) allerdings hinter dem TV Asberg (+7 Tore). Somit mussten die Asbergerinnen lediglich eine Niederlage im letzten Spiel vermeiden, um vor dem favorisierten GSV ins Finale einziehen zu können. Im gesamten Turnierverlauf ungeschlagen und mit 0 Gegentoren sollte dies – angesichts der Erfolglosigkeit des TuS Borth – eigentlich ein Leichtes für die Asbergerinnen werden. Eigentlich.

Die Borther Mädels hatten nichts mehr zu verlieren. Gruppenletzter war man quasi sowieso schon und die Chance auf wenigsten ein Tor lag in weiter Ferne. Doch der Trainer der Damen wollte so nicht aus dem Turnier scheiden – ergo Taktikänderung. Die Anweisung lautete: „Steht hinten kompakt, haltet die Mitte dicht und wenn sich die Chance bietet gehen wir in den schnellen Konter. Wenn wir versuchen mit den Asbergern mitzuspielen knallen die uns die Bälle um die  Ohren.“

Anpfiff. Die Asbergerinnen machten sofort Druck auf das Borther Tor. Aber man hielt gut dagegen, machte die Räume eng und verhinderte so immer wieder den Rückstand. Vier Minuten waren bereits gespielt und noch immer stand es 0:0; ein ungewohnter Stand für beide Teams. Beim GSV keimte eine erste Hoffnung auf und man begann das Borther Team lautstark anzufeuern. Es folgte der erste Konterversuch des TuS Borth mit einer riesen Torchance. Der Ball segelte nur knapp am Pfosten vorbei. Die überraschten Asberger sammelten sich wieder und liefen den nächsten Angriff. Von da an wechselten starke Verteidigungsleistungen mit schnell gespielten Kontern. Die Spannung in der Halle war zu diesem Zeitpunkt bereits greifbar. Doch dann netzte der Asberger Sturm innerhalb von nur drei Minuten zweimal ein. Die Erleichterung war den Spielerinnen des TV Asberg anzumerken. Der Einzug ins Finale schien gesichert. Die Borther Mädels ließen sich davon aber nicht beirren. Weiter angefeuert von den Moersern und den eigenen Auswechselspielerinnen wollte man zumindest ein Tor erzielen. Die Chancen waren da und es blieben noch sechs Minuten. Der Kampfgeist war riesig. Asberg begann zu schwimmen und die Stimmung in der Halle wurde immer aufgepeitschter. Wieder ein schneller Konter der Borther Spielerinnen und plötzlich zappelte der Ball im Asberger Tor. Anschlusstreffer! Der TuS Borth außer sich. Noch immer blieben vier Minuten und alle merkten: da geht noch mehr. Die mitgereisten Asberger Fans auf der Tribüne verstummten allmählich, alle anderen wurden dafür umso lauter, sobald die Bortherinnen in Ballbesitz kamen. Und dann das Unfassbare in der 13. Spielminute. Wieder schaltete der TuS nach einer Balleroberung blitzschnell um, das Borther Sturmduo ließ die Asberger Verteidigung einfach stehen und schoss das Tor zum Ausgleich. Spielstand 2:2 und noch zwei Minuten zu spielen. Der TuS war dabei den Asbergern den Einzug ins Finale streitig zu machen. Es wurden zwei hitzige Spielminuten mit weiteren Tormöglichkeiten, super Paraden und starken Zweikämpfen. Am Ende konnte der TV Asberg das Unentschieden über die Zeit retten und ins Finale einziehen. Für die Bortherinnen fühlte sich das Unentschieden wie ein Sieg an, hatte man in diesem letzten Spiel doch mehr erreicht als im gesamten Turnierverlauf und bot den Zuschauern in der Halle ein fesselndes "Finalspiel". Und auch wenn man das Turnier als Gruppenletzter verließ - den Titel "Sieger der Herzen" konnten die Borther Mädels in jedem Fall für sich verbuchen.

    

Hier gibt es noch den Artikel der Rheinischen Post zu den Hallenkreismeisterschaften.

 

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