17.01.2017 Große Klappe, aber doch viel dahinter

      

Tischtennis: Aus übereifrigen Theorie-Besserwissern entwickelte sich beim TuS Borth eine aktive Hobbytruppe.

Jeder kennt sie - die Eltern, die ihre Kinder beim Fußball, Handball oder auch beim Tischtennis nicht nur zu den Spielen begleiten. Da wird auch bei den Trainingseinheiten lautstark angefeuert und zugleich kritisch am Spielfeldrand gefachsimpelt. "Das kann doch nicht so schwer sein, den Ball auf den Tisch zu kriegen", hörte auch Monika Börgmann, damalige Jugendtrainerin des TuS Borth, immer wieder die Bemerkungen der Eltern in der eigenen Halle. "Viel reden kann jeder", dachte sie sich und forderte die übereifrigen Eltern daraufhin selbst auf, mal den Schläger in die Hand zu nehmen. Die Herausforderung nahmen die Erwachsenen, die bis dahin kaum Erfahrung mit dem kleinen runden Zelluloid- oder Plastikball hatten, an.

Das Ganze ereignete sich vor rund vier Jahren in Borth. Seitdem ist aus den "vorlauten" Eltern eine eigene Sektion im Tischtennis-Angebot des TuS entstanden. Im Herren- und Jugendbereich ist der Rheinberger Verein schon seit Jahren vielfältig aufgestellt. Die "Hobbytruppe" bietet nun jungen und älteren Erwachsenen die Möglichkeit, auch ohne bisherige Vorkenntnisse mit dem Tischtennissport zu beginnen. Im Vordergrund steht dabei natürlich der Spaß. "Mittlerweile ist eine feste Gruppe aus fünf Frauen und fünf Männern entstanden", erzählt Jugendtrainer Fabian Kleintges-Topoll. Die Hobbyspieler machten schnell ihre eigenen Erfahrungen, dass der Umgang mit dem Schläger und dem 40 mm kleinen Ball gar nicht so leicht ist. Nach und nach brachten sich die Neulinge selbst den Umgang mit dem Ball und dem Schläger bei. "Die ein oder andere Hilfestellung gab es von den erfahrenen Vereinsspielern. Hauptsächlich haben alle mit der Zeit aber eine eigene Technik entwickelt", erzählt Timo Kaschner, Jugendwart des TuS.

Seine Eltern Susanne und Dirk gehören ebenfalls zu den Freizeitspielern. Trainiert, gespielt und in lockerer Atmosphäre geplaudert wird jeden Freitag von 18 bis 21 Uhr in der Städtischen Turnhalle am Finkensteg. Nach vier Jahren ist das Gespann der Hobbyakteure bunt gemischt. Nicht nur Eltern von Nachwuchsspielern gehören der Riege an. Auch ehemalige Tischtennisspielerinnen, die vor 20 Jahren ihre vereinsaktive Karriere beendet haben, sind nun dabei. Während den lockeren Einzel-, Doppel oder Mixed-Spielen, die nach den offiziellen Tischtennis-Regeln stattfinden, schaut sich die Hobbytruppe auch gerne den Kreisklassen-Betrieb der Herren-Mannschaften an. Diese tragen am Freitagabend parallel ihre Heimspiele aus. Im vergangenen Herbst reisten einige Hobbyspieler sogar mit zum jährlichen Trainingslager des Vereins zum Olympiastützpunkt nach Grenzau, wo sie mit Bundes- und Oberligaspielern den Ball spielen konnten.

Beim TuS Borth sind die Freizeitsportler mittlerweile ein fester Bestandteil der Abteilung. "Die Hobbytruppe gehört zum Verein wie jede andere Mannschaft", erklärt Kaschner. So sind die geselligen Freizeitsportler auch bei Weihnachtsfeiern, dem Saisonabschluss oder einer Fahrradtour im Sommer mit dabei. Dann können sie ihre Erfahrungen mit den erfahrenen Sportkameraden austauschen. Aussagen wie "das kann ja nicht so schwer sein" hört man dann allerdings nicht mehr.

Interessierte können sich bei Susanne und Dirk Kaschner unter Tel. 02802-809669 melden. Neulinge, die bisher noch keine Erfahrungen mit dem Tischtennis hatten, sind ebenso willkommen wie "alte Hasen", die gerne wieder spielen würden.

Quelle: Rheinische Post (von Stefanie Kremers)

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